Pollen von G.Bodenstab

Blütenpollen – auch Blütenstaub genannt

sind die männlichen Keimzellen einer Blütenpflanze.

Jedes Pollenkorn enthält Stoffe und genetische Informationen, die notwendig sind, um eine neue Pflanze entstehen zu lassen.

Ein einzelnes Pollenkorn ist nur unter einem Mikroskop zu sehen. Von den größten Arten, wie der Sonnenblume, gehen etwa 15 000 auf ein Gramm und es gibt kleinere Arten, da machen 300 000 ein Gramm aus. Deswegen und das wissen alle Allergiker, ist Pollen allgegenwärtig.

Die Jahresleistung eines Volkes liegt zwischen 30 60 kg. Pro Anflug bringt eine Biene ca. 15 mg Pollen in den Bienenstock. Mit dem Sammeln ist eine besondere Abteilung im Bienenstock beschäftigt. Es sind Bienen, die nur Pollen sammeln.

Pollen dient dem Volk als Nahrung. Welche Kraft in Pollen steckt, wird deutlich, wenn man die Entwicklung eines Volkes eines Jahres beobachtet. Durch die Umwandlung der Nährstoffe des Pollens wird Futtersaft erzeugt. Bienen können Wachs ausschwitzen und der eingetragene Nektar wird mit Fermenten und weiteren wichtigen Stoffen angereichert. Pollen enthält ein hochkomplexes Konzentrat mit vielen biologischen Aktivstoffen. Pollen besteht aus einer Reihe von freien Aminosäuren, das sind die Baustoffe des Eiweißes, der Proteine. Dieses sind, um einige zu nennen: Alanin, Arginin, Cystin, Glycin, Serin und Valin. Proteine können nicht vom menschlichen Körper erzeugt werden, sondern müssen ihm zugefügt werden. Über die Mengen gehen die Ansichten auseinander. 100 g Pollen enthalten so viel Eiweiß wie 500 g Rindfleisch. Pollen enthalten Vitamine und Mineralien. Um einige aufzuzählen: Vitamin B1, B2, B6, B12, Folsäure, Pantothensäure, Vitamin C, A, D und einige mehr. Mineralstoffe wären Natrium, Magnesium, Kalium, Kalzium sowie Phosphor um nur einige zu nennen. Pollen enthält Enzyme, Pollen kann als vollwertiges Nahrungsmittel angesehen werden, da er alle notwendigen Stoffe enthält.
Pollen haben verschiedene Formen und unter einem Elektronenmikroskop kann man die unterschiedlichen Formen erkennen und im Honig auszählen. Daraus lässt sich schließen, aus welchen Blüten der Honig überwiegend stammt.

Die Pollenfalle

Pollen kann gewonnen werden, wenn der Imker am Eingang seines Bienenstocks eine Pollenfalle anbringt. Durch die besondere Konstruktion wird der Pollen, den die Bienen an den Hinterbeinen tragen, den sogenannten Pollenhöschen, abgestreift und in einem Behälter gesammelt. Danach wird er gesäubert und getrocknet.