Alles dreht sich um die Bienen

Regionaler Honig vs. Bio-Honig

Die Vermarktung von selbst geerntetem Honig ist für den ein oder anderen Imker häufig ein Problem. In guten Jahren kann es passieren, dass er Mehrmengen im Vergleich zum Vorjahr über einen geringeren Preis in Verkehr bringt. Dadurch verzichtet er nicht nur auf ein auskömmliches "Return on Investment" sondern setzt das Preisgefüge seiner Imkerkollegen unter Druck.

Auf der anderen Seite steht ein häufig uninformierter Kunde. Er hinterfragt den Preis eines "Supermarkthonigs" oder seine Herkunft aus China oder Uruguay nicht. Seit einigen Jahren hat der "Bio-Boom" sowie die Diskussion über das Bienensterben die Möglichkeiten der Imker verbessert, ihren Honig zu auskömmlichen Preisen zu vermarkten. Der Verbraucher ist sensibler geworden und bereit, sein Scherflein zum Tierwohl in Form von höheren Preisen beizutragen.

Seit kurzem wird verstärkt über Regionalität im Lebensmittelhandel gesprochen. In dem Vortrag von Herrn Dömelt von EDEKA Großefehn wird es darum gehen, ob es sich um einen neuen Trend handelt, den der Imker für die erfolgreiche Vermarktung nutzen kann und sollte. Es wird die Frage zu beleuchten sein, ob der Bio-Trend von einem Regionalitäts-Trend abgelöst wird. Darauf sollte der Imker unverzüglich reagieren, damit er bei der Vermarktung seiner Produkte nicht den Anschluss verpasst.

Der EDEKA Markt Großefehn wurde, der Region Ostfriesland entsprechend, komplett auf die plattdeutsche Sprache umgestellt. Hier heißen Pommes „Tuffelstickjes“, über dem Regal mit dem besten aus der Milch steht „Dat allerbeste ut de Melk“, sein Leergut gibt man hier als „Lössgood“ ab, wer Zwieback und Knäckebrot sucht, guckt bei „Tweeback un Knäckebrood“, und wer mal ein besonderes Bier probieren möchte, ist in der Abteilung „besünner Beersoorten“ richtig. Sowohl die Schilder als auch die Mitarbeiter sprechen Plattdeutsch, und viele Produkte kommen aus dem direkten Umkreis. Bei den Kunden scheint das Heimatkonzept anzukommen. Von EDEKA heißt es dazu: "Wi sünd modeern, eenmalig un heel besünners. Uns EDEKA Markt in Grootfehn is de eenzige plattdüütske Markt in Düütskland!"

Honig aus der Region gibt es dort natürlich auch und er erzielt doppelt so hohe Verkaufspreise wie Auslandshonige, ohne dem extrem hohen Verwaltungs- und Kostenaufwand für Biosiegel unterworfen zu sein.

Honigbienen aus volkswirtschaftlicher Sicht

550 Bienenarten sind in Deutschland heimisch. Große ökologische Bedeutung hat die Bienenhaltung aufgrund der Bestäubung von wildwachsenden Blütenpflanzen durch Honigbienen. Die ökonomische Wertigkeit ergibt sich nicht nur aus dem Verkaufserlös der Produkte aus dem Bienenvolk, sondern besonders auch durch die Bestäubungsleistung der Bienen. Dank der Bestäubung von Kulturpflanzen durch Bienen werden höhere und gesicherte Erträge erzielt.

Laut Deutschen Imkerbund hängen rund 85 % der landwirtschaftlichen Erträge im Pflanzen- und Obstbau in Deutschland von der Bestäubung der Honigbienen ab. Dies trift natürlich auch auf die Pflanzen in Ihrem heimischen Garten zu.

Verbreitung der Bienenhaltung

Imkerinnen und Imker sind im ländlichen und städtischen Raum bunt verteilt. Eine gleichmäßige Verteilung der Bienenstände ist erstrebenswert, um eine flächendeckende Bestäubung zu sichern. Hier steht der Verein besonders den Neueinsteigern auf Standortsuche zur Seite. Aber auch erfahrene Imker bekommen Unterstützung, wenn es zum Beispiel darum geht, einen weiteren Bienenstand zu positionieren. Sämtliche Bienenwanderungen müssen beim Wanderwart des Vereins im Vorfeld angezeigt und vom Veterinärdienst des Landkreises genehmigt werden.
Nur rund 20 % des in Deutschland verzehrten Honigs wird auch in Deutschland gewonnen! Hier wird deutlich, es ist noch Raum für viele Imker. Es sind sowohl Hobbyimker willkommen, die nur 3 bis 5 Völker bewirtschaften möchten; als auch Imker, die sich einen Nebenerwerb mit mehreren Bienenvölkern aufbauen möchten.
Die Ausbildung zum Tierwirt Fachrichtung Imkerei bereitet auf die Berufsimkerei vor. Weitere Informationen dazu gibt die Landwirtschaftskammer Niedersachsen und das LAVES Institut für Bienenkunde, Celle.

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